„Supervision ist ein Beratungsformat, das zur Sicherung und Verbesserung der Qualität beruflicher Arbeit eingesetzt wird und dient grundsätzlich der Entwicklung von Personen und Organisationen…Ist Reflexion und keine Instruktion, ist gemeinsame Erörterung eines Problems, keine Schulung, kein Training.“

Es geht also um die Weiterentwicklung der Professionalität der einzelnen Teammitglieder. Dies kann im Rahmen von Gruppen- oder Einzelsupervision erfolgen.

Supervision dient einerseits natürlich dazu, die Qualität der Arbeit zu verbessern, andererseits dem Schutz der Person. Ist  die professionelle Rolle ausgeprägt und fundiert, fällt es leichter, sich abzugrenzen und Misserfolge können distanziert analysiert werden, ohne die eigene Persönlichkeit komplett in Frage zu stellen. Die Supervision muss dafür den geeigneten Rahmen bieten. Es kann nur um Wertschätzung, nicht um Bewertung, gehen. Die SupervisandInnen brauchen einen geschützten Raum, in dem sie auch Schwächen benennen dürfen. Wichtig ist, dass die Atmosphäre im Rahmen von Supervision fehlerfreundlich und anerkennend ist. Menschen machen Fehler und sie brauchen einen Raum, wo sie darüber sprechen können. Für mich bedeutet Supervision, diesen geschützten Raum zur Verfügung zu stellen und somit den Boden für Entwicklung zu bieten. Wenn Supervision das leistet, ist sie auch ein wesentlicher Bestandteil bei der Vermeidung von Burnout. Einen solchen tragenden Raum benötigt ein Team zum einen für nutzbringende Fallarbeit sowie für die Entwicklung des Teams. Supervision kann dazu beitragen, dass sich das Team besser kennen lernt und sich die Beziehungen unter den Teammitgliedern zum Positiven verändern. Sie kann helfen, eine fruchtbare und tragende Kommunikationskultur zu entwickeln.